Wer fährt (oder besser gesagt: fliegt) denn für nur drei Tage nach Boston und dann wieder zurück?! Das hätte ich mich auch gefragt, wenn ich das gehört hätte. Doch dieser Kurztrip war ein Gewinn eines Berliner Radiosenders. Und diesen Preis hat niemand geringeres als Steffi abgeräumt. Und in solch einem Fall macht man auch aus diesen drei Tagen das Beste.

Freitagvormittag ging es mit einer Boeing von Berlin aus direkt nach Boston. Dort angekommen, durfte man sich wieder den Fragen am Flughafen stellen. Als wir dem Typen erzählten, dass wir diese Reise in Verbindung mit einem Konzertbesuch gewonnen haben, war das Förmliche ganz schnell vergessen und haben uns kurz ein wenig über Musik unterhalten und er wünschte uns viel Spaß dabei.

Anschließend ging es zur Autoverleihstation, wo der Typ von dem Radiosender das Auto abgeholt hat und mit uns zum Hotel gefahren ist. Dort angekommen haben wir die Sachen in die Ecke geschmissen und sind mit den Öffis in die Stadt gefahren um mal schon erste Eindrücke von Boston zu bekommen. Diese haben uns wenigstens wach gehalten. Wir mussten diese sechs Stunden Zeitverschiebung ja irgendwie so schnell wie möglich ausgleichen.

Der Wecker am nächsten Morgen auf sieben Uhr gestellt, holte einem aus einer Nacht, wo man doch alle Nase lang aufgewacht ist. Aber zum Glück schien die Sonne die uns das Aufstehen doch sehr erleichterte.

Mit der Sonne im Gesicht ging es dann in die City auf der Suche nach etwas, was man Frühstück nennen konnte. Doch das Angebot war in dieser Hinsicht schon etwas mau, so dass Starbucks einfach kurz mal herhalten musste.

Mit dem Becher in der Hand liefen wir zwischen den Häuserschluchten durch die Bostoner Innenstadt. Vorbei ging es an Polizei- und Feuerwehrautos, startenden Helikoptern und leeren Schulbussen, denn schließlich war es ja Wochenende.

Auch wenn an einem Wochenende Universitäten nicht so viel besucht werden, machten wir uns trotzdem auf in Richtung Harvard. So hatten wir ja dann mehr Platz für uns auf dem Campus. Aber ganz soo allein waren wir dort doch nicht. Auch wurde da irgendeine größerer Veranstaltung vorbereitet. Denn eine Bühne mit jeder Menge Sitzreihen davor machten einfach mal diesen Eindruck.

Auf dem Weg zurück nach Boston ging es auch noch vorbei am MIT.

In Boston wieder gelandet, war in dem Park eine riesen Open Air Veranstaltung. An diesem Wochenende war das Earth Fest gewesen. Jede Menge Leute um einem herum, dazu Musik und geiles Wetter. So ließ sich der Nachmittag auch etwas genießen.

Am Abend ging es dann zu dem Konzert, wegen dem wir ja auch nach Boston geflogen sind. Das ganze fand in einem Club statt und dauerte ungefähr eine Stunde. Doch ich merkte, dass wir an diesem Abend nicht mehr so richtig alt werden konnten. Denn dort holte uns langsam wieder das Jetlag ein. Danach sind wir dann auch ab ins Hotel und haben uns Morgens wieder gegen sieben Uhr von so einem schönen Ding namens Wecker wecken lassen.

Jetzt ging es aber mal so richtig typisch amerikanisch Frühstücken. Und wo kann man das besser machen als in einem Diner?!?! Wir saßen am Tresen. Dahinter konnte man dem Koch zuschauen und die Bedienung lief mit einer Kaffeekanne umher und schenkte einem immer wieder Kaffee nach. Es war exakt genauso wie man es sich immer vorgestellt hat. Das Frühstück selber war definitiv sehr reichhaltig. Und da wir nicht alles geschafft haben, ließen wir es uns auch typisch amerikanisch zum Mitnehmen einpacken.

Um das Diner herum waren jede Menge schöner Wohnhäuser wo es sich sicherlich sehr gut leben lassen könnte. Bei diesem entspannten Wetter sind wir dann auch ganz entspannt durch die Stadt geschlendert. In den Parks wurde Baseball gespielt. Am Fluss trotteten Entenfamilien durch das Gras und an den Häuserfronten sah man zum späten Nachmittag hin immer mehr die Abendsonne ihre letzten Strahlen auf die Erde schicken.

Abends wollten wir noch eine Kleinigkeit Essen gehen, doch es ist recht problematisch nach halb zehn etwas zu finden, was nicht schon kurz davor ist zu schließen. Aber wir haben was gefunden, wo die Küche erst um 23 Uhr schließt, so dass wir nicht ganz so hungrig die letzte Nacht in Boston verbringen mussten.

Der nächste Morgen war ein wenig diesig gewesen, was den Rückflug nach Deutschland dann doch etwas erleichterte. Doch bevor es zum Flughafen ging, sind wir noch zusammen mit dem Kerl vom Radiosender nach Plymouth gefahren um dort noch ein wenig Geschichte rund um die Mayflower mitzunehmen.

So endete dann auch der dreitägige Trip nach Boston.

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