Mit Brisbane im Rücken ging es weiter in Richtung Norden. Da es bis Cairns aber noch ein ganzes Stück ist, ging es vorbei an Wiesen, Bäumen und was die Natur sonst noch so zu bieten hat in Richtung Noosa.

Dort haben wir uns für zwei Tage ein Kajak ausgeliehen und sind damit einige Kilometer den Fluss aufwärts gerudert. Das Wetter war in dieser Zeit nicht wirklich unserer Freund. Denn wir wurden immer wieder von dem einen oder anderen Schauer überrascht. Doch bevor der Himmel ganz über uns zusammen gefallen ist, haben wir den Campingplatz erreicht.

Während wir uns an dem BBQ Stand unterstellten und unsere Sachen ein wenig versuchten zu trocknen, wurden wir von einem älteren Ehepaar zum aufwärmen in ihren Wohnwagen auf eine Tasse Tee eingeladen. Anschließend hat sich der Regen auch mal kurz verzogen, was uns Zeit gab schnell die Zelte aufzubauen.

Aber so wie auf dem Hinweg mit dem Wasser von oben nicht gespart wurde, hatte der Regengott auf unserem Rückweg am nächsten Tag wohl irgendwo noch einige Reserven gefunden, die er loswerden wollte. Aber das hat uns auch nicht mehr gestört. Nach einigen Stunden wieder festes Land erreicht, ging es am nächsten Tag weiter in Richtung Fraser Island.

Mit der Fähre auf der Insel angekommen, haben wir gleich gewusst, warum ohne einen 4WD auf dieser Insel absolut nichts geht. Denn schon bei den ersten Metern durch den Sand hätte mein damaliger Wagen schon den Geist aufgegeben.

Die Entfernungen sind dort nicht wirklich groß, doch wenn man mit seinem Wagen nur durch Sand fährt, können zehn Kilometer schon mal ne gute Stunde dauern. Auf der Insel ist der Weg auch das Ziel.

In den vier Tagen haben wir eine Menge gesehen. Das fing schon an bei den verschiedenen Seen, wo einem die Fische um die Beine geschwommen sind. Weiter ging es mit den Fahrten am Strand. Wo kann man sonst behaupten, dass man mit 90 km/h den Strand entlang gefahren und einem dabei ein Flugzeug im Landeanflug entgegen gekommen ist.

Aber auch die vielen Möglichkeit seine Zelte unmittelbar am Strand aufzubauen und Morgens der Sonne beim Aufgehen zu zuschauen, waren mehr als überragend. Aber auch eine solche Zeit geht irgendwann zu Ende, so dass es wieder auf der Fähre in Richtung Festland ging.

Entlang asphaltierter Straßen führte es uns ins Landesinnere. Diverse Reiseführer haben einem gesagt, dass der Carnarvon Nationalpark ein Muss sei, wenn man in Queensland ist. Da es aber im Moment noch kein wirklichen Zeitdruck gibt, sind wir dort zwischen Schluchten, Bäumen und Steinen entlang spaziert oder gewandert. Das ein oder andere mal mussten wir den Fluss passieren, was nicht immer recht einfach war und in feuchten Klamotten endete. Man entscheidet sich eben nicht immer für einen fest im Flussbett sitzenden Stein.

Dafür war das Frühstück zwischen den ganzen Kängurus am nächsten Morgen mal eine etwas andere Art den Tag zu beginnen. Für den Platz dort scheint es aber alltäglich zu sein, denn so viele wie dort neben einem rumgesprungen sind, würde ich mal glatt behaupten, dass die dort irgendwo auch leben.

Nach so einem kurzen Aufenthalt im Landesinneren vermisst man schon ein wenig die Meeresluft. Daher ging es auch auf direktem Weg in Richtung Airlie Beach. Von dort aus kann man Touren für zwei oder drei Tage auf einem Boot rund um die Whitsunday Islands machen. Da wir uns die schönen Strände und Riffe nicht entgehen lassen wollten, haben wir uns auch für einen Trip auf einen der vielen verschiedenen Boote entschieden. Da es noch zwei Tage dauerte bis unser Boot ablegt, haben wir es uns am Nachmittag in der Lagune gemütlich gemacht.

In diesem Freibad haben wir Klaus kennengelernt, der vor fünfzig Jahren Deutschland verlassen hat und nun in Kanada lebt. Aber in den Wintermonaten segelt er immer mit seinem Katamaran zwischen Neuseeland und Australien herum. Er hat uns angeboten, dass wir bis zu unserem Trip auf seinem Boot ein wenig mitfahren können.

So sind wir einen Tag und eine Nacht schon ein wenig um die Inseln herumgesegelt.

Die Nacht habe ich aber nicht in einer der wunderschönen Kabinen geschlafen, sondern habe es mir mit meinem Schlafsack auf dem Netz bequem gemacht. Es war ein absolut einzigartiges Erlebnis. Unter einem das Meer und über einem die Sterne, die man gleich gesehen hat, wenn man Nachts wach wurde. Dazu kam dann auch noch der Sonnenaufgang, was diese Nacht recht einmalig machte.

Für den Weg zurück zum Hafen hat mir Klaus das Steuer überlassen. Mit einer kurzen Einweisung durfte ich sogar bis in den Hafen hinein fahren. Das einparken habe ich ihm aber überlassen.

So ging es von dem einen Boot ins andere, welches um drei Uhr ablegen sollte. Da es aber auf den ersten Metern schon Probleme gab, mussten wir die erste Nacht im Hafen bleiben. Als das Problem nach dem zweiten Tag immer noch nicht richtig gelöst worden ist, haben wir uns nach einem anderen Boot umgeschaut. Das war zum Glück auch schnell gefunden, so dass wir noch eine dritte Nacht dort verbracht haben, bevor es von der „Spank Me“ auf die „Summertime“ ging. Diese fuhr aber auch pünktlich und ohne Probleme aus dem Hafen.

Mit ihr ging es auch gleich in Richtung Whitsunday Island. Nach einem kurzen Spaziergang durch den Wald kamen wir auf der anderen Seite der Insel an. Dort hatte man einen atemberaubenden Ausblick über den Strand. Denn die Farben vom Sand und dem Meer gingen fast nahtlos ineinander über. Und der Sand dort ist so einmalig, dass es sogar verboten ist ihn mitzunehmen.

Zurück an Board ging es in Richtung Sonnenuntergang zu einer Bucht, wo wir die Nacht verbrachten. Von dort ging es am Morgen zu meinem ersten Tauchgang. Nach einer kurzen Einweisung sind wir durch eine Vielzahl verschiedenster Fischarten entlang am Riff getaucht. Aber so faszinierend es auch war, so schnell vergeht auch die Zeit unter Wasser. Aber wieder an Board angekommen, wurde es sich auch gleich ein wenig im Jakouzi gemütlich gemacht.

Nach der zweiten Nacht sind wir am letzten Tag mit den Kajaks an der Küste der Hook Insel entlang gepaddelt und haben Delfine, Rochen, Schildkröten und noch jede Menge anderer Tiere sehen können. Anschließend ging es zurück zum Hafen, wo wir schon Wetten abgeschlossen haben, ob die „Spank Me“ immer noch dort steht. Doch sie tat es nicht. Da hat man den Fehler nach einigen Tagen endlich wohl reparieren können.

3 Beiträge zu “Frühstück mit Kängurus”

  1. Hallo Weltenbummler, hier grüßt endlich mal ein „alter“ Kollege von denen, die Du sicher bald wiedersiehst!
    Ich sage nur TCS.
    Ich bin schwer beeindruckt von Deiner Reiseroute und den Erlebnissen. Fotos sind super. Wir freuen uns schon auf die „Live-Berichte“. Grüße an die Gruppe und kommt heile wieder in Germanien an…. Bis bald.

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