In Dayton Abends angekommen, war das „co-toberfest“ von Jared schon in vollem Gange. In seinem Garten war eine kleine Tonne, wo das Holz so munter vor sich her brannte und auf dem Grill lagen auch die ein oder anderen Würstchen. Nachdem ich an dem Abend so ziemlich alle Freunde von Jared kennengelernt habe, und wir uns gut verstanden, bin ich auch irgendwann auf meiner Couch versackt.

Auch sonst waren meine drei Tage in Dayton mehr als entspannend. Zum größten Teil habe ich im Garten gesessen und den strahlenden Sonnenschein bei 28 Grad genossen. Das habe ich mir nach den letzten Wochen Staatenmarathon einfach gegönnt. Natürlich habe ich mir auch eines von Jareds vielen Rädern geliehen und bin ein wenig durch Dayton gefahren.

An einem Abend war ich zusammen mit Fred (Jareds Freund aus Deutschland) und einem Freund von ihm im Kino gewesen und haben uns „Animal Kingdom“ angeschaut. Anschließend sind wir noch mit ein paar anderen Leuten durch die Bars gezogen.

Nach diesem Kurzurlaub ging es auch weiter nach Indianapolis. Dort war natürlich der erster Pflichtbesuch die Rennstrecke gewesen. Diese war auch so einigermaßen offen zugänglich. Am Ende war die Rennstrecke aber doch nicht so weit begehbar, wie ich es gedacht und auch getan hatte. Dies habe ich mir von einem Officer sagen lassen müssen, der mich irgendwo zwischen Boxengasse und der Start- und Ziellinie eingesammelt hat und mich in seinem Streifenwagen zum Parkplatz zurückbrachte.

Anschließend bin ich auch zu meinem Gastgeber Nick gefahren, wo jeden Donnerstagabend gekocht wird und Freunde zu besuch kommen. So war an diesem Abend auch gleich wieder ne Menge los gewesen.

Am Morgen danach hat er mir ein wenig seine Stadt gezeigt. Zum Mittag haben wir uns mit ein paar Freunden von ihm getroffen und sind noch etwas essen gegangen. Nachdem wir uns bis in den späten Nachmittag hinein verquatscht hatten, habe ich mich auch gleich auf in Richtung Chicago gemacht.

Da ich aber auf dem Weg dorthin das erste mal eine Zeitgrenze ohne Flugzeug passieren durfte, hatte ich gleich eine Stunde gewonnen und bin somit nicht wirklich allzu spät bei Mark-Anthony angekommen.

Aufgrund einiger Missverständnisse waren wir an diesem Abend auch irgendwie gleich zwei Couchsurfer, die bei ihm schlafen wollten. Da sich das aber nicht mehr ändern lies, waren wir an diesen Tagen zu dritt in seinem Einzimmerappartement.

Die nächsten Tage waren wieder mal einer etwas größeren Stadt gewidmet. Dazu gehörte natürlich auch ein Besuch des Willis Towers (ehemals Sears Tower), dessen Aussichtspunkt mal knappe 100 Meter höher ist, als der des Empire State Buildings. Dazu kommt auch noch der Glasbalkon. Von diesem hat man eine wunderbare Aussicht auf den 412 Meter tiefen Boden unter einem. Ist schon ein etwas komisches Gefühl dort zu stehen.

Natürlich war das nicht die einzige Sache in den vier Tagen gewesen. Mark ist mit mir an einem Tag quer durch Chicago gelaufen und hat mir mal das ein oder andere gezeigt. Dazu gehörten zum Beispiel der Millennium Park, das Soldier Field Stadion der Chicago Bears, ein Besuch auf der 96. Etage des John Hancock Centers, die Straßen von Chicago und Abends zu wunderschönen Aussichtsmöglichkeiten auf die Skyline der Stadt.

Auf dem Weg zurück ging es vorbei an einem der Yachthäfen, wo zufälligerweise eine Tür zu den einzelnen Stegen offen war. Das wurde natürlich gleich ausgenutzt, um sich die Boote etwas genauer anzuschauen. Wusste gar nicht, dass man vom Steuer einer Yacht einen so guten Ausblick haben kann.

Chicago ist auch bekannt für seine Hochbahnen. Daher bin ich auch mal einen Tag lang quer damit durch die Stadt gefahren. Irgendwo im Süden der Stadt bin ich auch beim Campus der Universität von Chicago rausgekommen. Bei den Gebäuden fühlt man sich irgendwie ins Mittelalter zurückversetzt.

An meinem letzten Tag habe ich mich wieder mit dem Fahrrad durch die Stadt fortbewegt. Es gibt dort einen ewig langen Radweg, der vom Norden der Stadt bis runter in den Süden entlang der Küste verläuft. Bei einer solchen Fahrt kann man noch einmal richtig das sonnige Wetter genießen. Auch wenn es etwas kälter ist, als die Tage zuvor.

Am Abend ging es nach Evanston zu einem Freund von Mark. Waren ein wenig was Essen gewesen und haben bei einem kleinen Rundgang durch die Innenstadt den Abend ausklingen lassen.

Jetzt brauche ich aber wieder ein paar mehr Grad auf dem Thermometer, als die 17 Grad von heute. Daher geht es Morgen ab weiter in Richtung Südwesten.

2 Beiträge zu “Die Polizei wird irgendwann noch mein Freund”

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