Kaum ins neue Jahr hineingerutscht, ging es am nächsten Tag auch gleich den Leihwagen abholen um dann langsam Sydney hinter sich zu lassen. Man wollte ja schließlich noch etwas mehr von dem Land sehen.

Als erstes führte es uns etwas weiter westlich von Sydney in so eine Art Streichelzoo, wo man von Kängurus, über Tasmanische Teufel bis hin zum Koala alles sehen konnte, was in Australien so an Tieren durch die Wildnis schleicht, hüpft oder kriecht. Das auch gesehen, ging es in Richtung Küste vorbei an Wollongong, wo wir uns entschlossen haben die erste Nacht zu verbringen. Da wir ein Auto hatten, zu faul waren jedes mal ein Zelt aufzubauen und die letzten Tage in mehr als nur recht teurem Luxus gewohnt haben, war die nächsten Tage sparen angesagt. Somit übernachteten wir auch in der nächsten Zeit in unserem Toyota.

Vorne links die Küche, rechts das Wohnzimmer und hinten war unser Kleiderschrank mit ausklappbarem Bett. Strandduschen oder aber auch die etwas besser ausgestatteten sanitären Einrichtungen verschiedenster Campingplätze und deren Küchen waren unsere ständigen Begleiter auf der Reise.

Kaum wurde man am nächsten Morgen so gegen acht Uhr von der Sonne geweckt, entschieden wir uns dazu entspannt an den Strand und von da aus ins Meer zu gehen. So lässt sich ein 2. Januar auch mal gut beginnen.

Weiter entlang die Küste sind wir an den verschiedensten Orten vorbeigekommen: Strände, wo die Kängurus frei herumlaufen, ein Regenwald, wo es zum Zeitpunkt unserer Ankunft auch passend dazu geregnet hat aber auch kleinste Dörfer, wo die Tankstelle, Post und Internetcafé gleich drei Sachen in einem sind.

In diesen gut zwei Wochen habe ich mehr Alkoholtests machen müssen, als in meiner Zeit in Deutschland. Das geht da aber recht schnell und effektiv. Da gibt es meistens nur einen Polizisten, der gleich 5 Autos anhält. Anschließend geht er mit seinem Messgerät von Auto zu Auto und testet. Es wird dabei nicht nach Führerschein oder sonst irgendwelchen Papieren gefragt. Somit ist die Polizeikontrolle meistens nach knapp einer Minute beendet. Natürlich nur, wenn man keinen Alkohol getrunken hat. Es gibt dabei zwei unterschiedliche Messgeräte. In eins wird ganz normal rein gepustet bei dem anderen bekommt man es dicht vor den Mund gehalten und muss bis Zehn zählen.

Irgendwann in Philip Island angekommen, wo zu diesem Zeitpunkt ein riesiges Oldtimer Treffen war, haben wir einen Rundgang durch eine Schokoladenfabrik gemacht. Da gab es jede Menge Schokolade in den unterschiedlichsten Formen zu sehen. Und durch ein Fenster konnte man auch beobachten, wie die die herstellen. Wird dort irgendwie alles noch mit Hand gemacht. Dementsprechend waren auch die Preise, die aber in Australien generell nicht gerade niedrig sind, wenn man die mit Deutschland vergleicht.

Auf der Insel selber kann man Pinguine oder auch Koalas beobachten. Alles natürlich nur gegen teures Geld. Dazu hier ein kleiner Tipp von mir am Rande. Wenn ihr unbedingt Pinguine sehen wollt, dann könnt ihr das auch kostenlos in Melbourne am Yachthafen machen. Dort kommen sie immer jeden Abend nach Sonnenuntergang zurück in ihre Höhlen. Das sind dazu noch die kleinsten der Welt.

Von der Insel runter ging es nach Ballarat. Die Stadt, in der der Goldrausch von Australien seinen Anfang gefunden hat. Großartig verändert hat sich die Stadt dazu eigentlich auch noch nicht mal. Viele Häuser sehen immer noch so aus wie aus dem 19. Jahrhundert. Es gleicht an vielen Stellen wie damals einer Westernstadt. Leider hat sich zu diesem Zeitpunkt auch der Wettergott nicht erbarmen lassen wenigstens einen kurzen Augenblick mal den Regen aussetzen zu lassen.

Es hat zu dieser Zeit so viel in Vicoria geregnet, dass wir entlang auf der Great Ocean Road einige Strecken überhaupt nicht befahren konnten, da dort Erdrutschgefahr bestand. Aber an dem Tag wo wir bei den 12 Aposteln waren, gab es schönstes Sommersonnenwetter, so dass wir uns dort in aller Ruhe umschauen konnten und Steffi auch einen Hubschrauberrundflug mit bester Aussicht genießen durfte.

Weiter ging es mit einem kurzen Zwischenstopp in Geelong nach Melbourne, wo es das Wetter für die Zeit gut mit uns meinte. Dort haben wir uns einfach mal verschiedene Teile der Stadt angeschaut und die Formel 1 Strecke zum Großen Preis von Australien schon mal vorab Probe gefahren (natürlich auch mit einem Zwischenstopp in der Boxengasse). An der einen oder anderen Stelle muss noch ein wenig am Asphalt gearbeitet werden, aber ansonsten ist sie für den Start in die Formel 1 Saison 2011 im März von mir freigegeben.

Natürlich mussten wir auch Golfbälle retten. Die saßen alle am Zaun und flehten uns an sie aus dem Gefängnis zu befreien. Das haben wir natürlich auch gleich getan. Aber bis auf zwei Stück haben wir sie wieder alle zurück geworfen. Abends haben wir die kleinsten Pinguine der Welt beobachtet, wie sie wieder nach Hause gekommen sind.

Das war auch schon unsere Reise auf der wir in knapp 17 Tagen gut 2600 Kilometer zurück gelegt haben. Dann hieß es am Montagmorgen ab zum Flughafen, wo es für Steffi leider zurück nach Deutschland ging. Und für mich ging es anschließend zu meinem ersten Job.

4 Beiträge zu “Die mobile Wohnung ohne Bad”

  1. Wunderschön ist es in Australien… Was hast du denn für einen Job? Und habt ihr was vom Hochwasser mitbekommen, das ist hier in allen Nachrichten ein großes Thema. Liebe Grüße

  2. hahaha…geil…hab ne weile nich gelesen und hab heute morgen erstma australien nachgeholt….jetzt bin ich wieder auf n neusten stand 😀 SUPER GEILE BILDER…!!!! DU BIST DO BRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAUN ! Halleluja bist du braun !

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