Am nächsten Tag haben wir den vom Vortag gemachten Brotteig in den Ofen geschoben. Das fertige Brot haben wir bei strahlenstem Sonnenschein alle zusammen auf seiner Terrasse genossen. Gut gestärkt ging es in den Park um dort bei ein wenig Frisbee die Pfunde wieder abzuspielen. Das hat aber alles nichts genutzt, da diese am Abend beim BBQ wieder irgendwie zurückgefunden haben.

Auf jeden Fall habe ich die Zeit dort richtig genossen. Nach einem Philly Cheese Steak am nächsten Tag ging es auch weiter nach New York City.

Dem Highway entlang zeigte mir das Navi irgendwann an, dass es noch ca. 40 Kilometer bis zu meinem Gastgeber sind, doch da kam hinter einer von vielen Brücken auf einmal die Skyline von New York zum vorscheinen. In diesem Moment hatte ich so ein leichtes flaues (aber schönes) Gefühl gehabt. Ich sehe endlich die Stadt live, die ich schon eine verdammt lange Zeit mal sehen wollte. Und nun ist sie vor einem.

Endlich am Ziel angekommen, habe ich mich auch gleich auf den Weg gemacht um erste Eindrücke von zu sammeln. Darum ging es auch gleich in die Subway und irgendwo wurde auch ausgestiegen.

An der Oberfläche angekommen, haben mich zwar keine Wolkenkratzer empfangen, doch ich war dafür mitten in SoHo gelandet, welches seinen ganz eigenen Charme hat. Auf der Straße waren überall kleine Stände, wo junge und kreative Künstler ihre Werke verkauften. Nach den verschiedensten ersten Eindrücken bin ich auch mal zu meinem Gastgeber gefahren, da wir uns zum Abend hin verabredet hatten.

Bei strömendem Regen am nächsten Morgen bin ich vom Ende des Central Parks entlang der 5th Avenue in Richtung Ground Zero gelaufen. Es war schon irgendwie beeindruckend zwischen den ganzen Wolkenkratzern ein kleiner Niemand zu sein. Am Ground Zero angekommen, hat man schon die ersten beiden Gebäude in der Entstehung gesehen. Eines von denen hat bestimmt schon seine 50 bis 60 Meter Höhe gehabt.

Nach den ersten Eindrücken dieser riesigen Stadt ging es wieder zur Wohnung meines Gastgebers zurück, um dort meine Sachen zu holen, da es doch ein paar Unstimmigkeiten zwischen uns gegeben hat. Er hatte irgendwie eine ganz andere Auffassung von Couchsurfing als ich.

Doch zum Glück durfte ich meine Couch in Jersey City schon zwei Tage vorher beziehen, so dass es da keinerlei größerer Probleme für mich gab.

An den nächsten Tagen, die zum Glück immer besser wurden, bin ich wieder durch Manhattan gelaufen.

Es ging weiter Richtung Süden, aber diesmal vorbei am Ground Zero zur Fähre in Richtung Freiheitsstatue und Ellis Island. Miss Liberty mal von der Nähe aus zu betrachten, war schon ne schöne Erfahrung gewesen.

Das Empire State Building mit seinen 443 Metern war auf jeden Fall auch einen Besuch in der 86. Etage wert. Von dort konnte man bei dem herrlichen Wetter über ganz New York und weiter blicken. Aber auch der Times Square ist tagsüber und vor allem Nachts sehr schön.

Ein weiteres Highlight bei meinem Besuch war der Hubschrauberrundflug über Manhattan. Das ganze war noch mal höher als die Aussichtsplattform vom Empire State Building.

Ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge durfte auch nicht Fehlen. Das ganze aber einmal bei Tag, und nach einem Tagestrip durch Brooklyn wieder zurück bei Nacht. Für mich war und ist Brooklyn am schönsten gewesen. Vor allem natürlich zum wohnen, denn dort leben sehr viele junge Familien mit Kindern. Aber auch durch sein nicht so überfülltes und hektisches Nachtleben wie es in Manhattan immer der Fall ist.

An meinem letzten Abend in dieser lebendigen Stadt ging es zu einem Couchsurfertreffen nach Manhattan. Dort konnte man die unterschiedlichsten Leute von überall her kennenlernen. Auch die beiden Brüder Vitali und Wladimir habe ich getroffen. Zwar hießen sie nicht Klitschko mit Nachname, doch es war mindestens genauso interessant mit denen.

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Auto nach Pittsburgh. Die Fahrt war etwas anders als die ganzen vorher. Denn kurz hinter New York fing es an bergig zu werden. Auf den ganzen Bergen rundherum waren Bäumen in den unterschiedlichsten Farben zu sehen. Hier habe ich den Herbst in diesem Jahr das erste mal richtig sehen, riechen und spüren können.

In Pittsburgh abends angekommen, bin ich mit meiner Gastgeberin Phyllis und deren Freunden gleich mal in die Waffelbar gegangen. Anschließend wurde bei ihr auf der Terrasse vorm Haus mit weiteren Freunden der Abend genossen. Aber bevor es irgendwann schlafen ging, haben wir uns zu einem anderen Freunde gleich auf der anderen Straßenseite eingeladen.

Tags darauf war in der Stadt die Columbus Street Parade und Phyllis fragte, ob ich mitkommen will. Natürlich war ich mit dabei. Denn ich wollte mir das ganze schon gerne anschauen. Doch ich wusste nicht, dass ich am Ende verkleidet als irgendeine monsterartige Gestalt auf einem Wagen stehen sollte. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht.

Abends haben wir noch auf zwei Geburtstagen gefeiert. Einer war in einem koreanischen Restaurant und der andere bei ihr zu Hause. Für die eineinhalb Tage war das schon nen recht straffes Programm.

Am nächsten Tag habe ich mich noch mit ihrem Mitbewohner Mike über seinen Europatrip im nächsten Jahr unterhalten und dabei viele unserer Musikgeschmäcker ausgetauscht. Eigentlich wäre ich gerne länger geblieben, doch meine Verabredung mit Jared zu seinem „co-toberfest“ bei sich in Dayton war schon länger geplant. Und die Strecke ist ja auch nicht gerade kurz.

5 Beiträge zu “Der Herbst ist jetzt auch bei mir angekommen”

  1. Schön wieder was von dir zu hören und zu sehen.Bei der Skyline von New York würde es mir genau so gehen.Viel Spass weiterhin auf der Reise. Mfg Zottel

  2. Ich freu mich für dich, hast dir die Reise verdient. Mach Sie wie sie Dir gefällt. Wenn du mal irgendwas brauchst meld dich.

  3. das is ja echt der absolute wahnsinn was du da alles so machst! bin stolz auf dich, wenn gleich auch ein wenig neidisch!=)
    glg aus dem kalten rostock von aline und deinem cousinchen

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