Nach einer Nacht in Cookeville ging es am nächsten Morgen direkt nach Nashville. Im Motel eingecheckt, machten wir uns auch gleich zu Fuß auf nach Downtown. Das ging recht entspannt, da uns nur der Fluss trennte. Auf dem Weg dahin haben wir auch gleich gesehen, wie ein riesiger SUV nach einem Auffahrunfall vorne nahezu komplett zerlegt worden war. Im Vergleich dazu ist die Familienkutsche, die der SUV getroffen hat, fast unbeschadet weggekommen.

Weiter auf dem Weg machten wir den ersten Stopp im Tennessee State Capitol. Um da reinzukommen mussten wir uns ausweisen und haben jeder ein Namensschild bekommen. Bei Lutz hat es auch recht gut damit funktioniert, doch bei mir muss er sich irgendwie vertan haben. Aber ich habe auch nichts dagegen, wenn ihr mich in Zukunft „Amt Ber’lin“ nennt.

Aus diesem absolut gut klimatisiertem Regierungsgebäude raus, haben wir uns bei diesem schönen Wetter weiter in Richtung Broadway aufgemacht. Das ist die Straße, wo es schon gegen Mittag mit guter Livemusik in den Bars losgeht.

Nach einem kurzen Stopp in der Touristeninfo auf dieser Straße machten wir uns auf dem Weg in die Country Music Hall of Fame. Natürlich verlässt man das Gebäude nach einer bestimmten Zeit wieder durch die Tür, als uns jemand mit einer Sonnenbrille entgegen gekommen ist. Irgendwie kam mir dieses Gesicht mit der Brille bekannt vor und ich drehte mich um um zu schauen wer es sein könnte. Als er diese auch abgenommen hat, fiel es mir sofort ein. Es war Alec zusammen mit seinem Bandkollegen Sascha von The Boss Hoss. Die beiden wurden dort auch schon empfangen. Natürlich wollten wir auch nicht einfach so gehen und haben uns mit ein wenig Abstand an die beiden ran gehangen.

Irgendwann ergab sich eine kurze Situation die beiden anzusprechen. Die waren auch sofort dabei mit uns ein Foto zu machen. Sie meinten, dass sie in Nashville sind um an ihrem neuen Album zu arbeiten. Na dann viel Spaß dabei.

Zurück auf dem Broadway ging es in die Rippy’s Bar wo gerade eine Band aus drei Mädels am auftreten war. Die Musik von denen ist absolut gut gewesen.

Da unsere Füße noch nicht genug an diesem Tag gelitten haben, ging es auch anschließend mal 20 Blogs zum Parthenon. Das ganze ist ein Nachbau vom Original in Griechenland.

Auf dem Rückweg war auch gleich noch ein weiter Unfall zu sehen, der nicht von schlechten Eltern war. Langsam machten wir uns Gedanken, wie hoch in dieser Stadt die Versicherungsbeiträge sind.

Abends ging es in eine der vielen Bars mit Livemusik. Schließlich mussten wir nach diesem ganzen Halbmarathon irgendwas zwischen die Zähne bekommen. Zwar schafften nicht alle ihren Teller aufzuessen, doch am nächsten Tag auf dem Weg nach Memphis schien zum Glück doch die Sonne.

In den ersten Stunden vor Ort fielen uns jede Menge super gepflegte Oldtimers auf, die die Straßen entlang fuhren. Da dachten wir anfangs, dass Memphis in Sachen Autos nen richtig guten Geschmack hat. Doch als wir Abends in der Beale Street entlang liefen, sahen wir jede Menge dieser Teile. Sie waren dort für das Publikum aufgereiht worden. Einer schöner, älter und tiefer als der andere.

Und als wir auch schon gleich in dieser Gegend waren, durfte der Besuch in der B. B. King Bar natürlich nicht fehlen. Denn hier und in den anderen Bars traten, wie jeden Abend, jede Menge Künstler aus dem Bereich Blues auf

Der nächste Tag stand aber ganz im Zeichen von Elvis Presley. Angefangen in den Sun Studios, wo er seine ersten Platten aufgenommen hat, bis hin zu seiner Villa und dem riesigen Grundstück drum herum.

Da die Uhr aber auch langsam auf 17 Uhr zuging, durften wir natürlich den Auftritt der Peabody Ducks nicht verpassen. Dieser findet zweimal jeden Tag im gleichnamigen Hotel statt. Der erste ist um 11 Uhr, wenn die Enten zur Arbeit gehen. Der andere findet zum Feierabend um 17 Uhr statt. Deren Arbeitsplatz ist ein Brunnen mitten in der Lobby. Sie laufen dabei jedes mal dafür über einen extra verlegten roten Teppich umgeben von jeder Menge Leuten, die sich diesen Spaß nicht entgehen lassen wollen.

Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Jackson. Kurz hinter Memphis überquerten wir auch die grenze zum Bundesstaat Mississippi. Und damit sahen wir auch immer mehr Baumwollfelder am Straßenrand. Von diesen Feldern mussten wir auch gleich mal einige pflücken, schließlich waren sie schon „reif“.

Etwas weiter entfernt sahen wir dauernd ein Flugzeug auf und ab fliegen. Doch es war kein Kunstflieger, sondern einer, der jede Menge Zeugs über den Feldern versprühte. Und das ganze nur knapp über dem Boden.

Neben diesen ganzen Baumwollfeldern haben wir auch vermehrt Cops gesehen, die am Straßenrand immer wieder Autos angehalten haben. Und wäre das nicht ein verdammter Zufall, sind hinter uns auch diesmal die Blaulichter angegangen. Uns wurde vorgeworfen, dass wir ein Stoppschild überfahren hätten. Doch Lutz hätte schwören können keins gesehen zu haben. Nahdem er seinen deutschen Führerschein gesehen hat, beließ er es auch bei einer Verwarnung und ließ uns wieder fahren.

In Jackson endlich angekommen, sind wir auch gleich mal im See baden gegangen. Denn knappe 30 Grad am späten Nachmittag gaben einem den Anlass dazu. Nach dieser Abkühlung haben wir auf dem anliegenden Zeltplatz auch gleich unser Zelt für die Nacht aufgebaut.

Eigentlich wollten wir in die Stadt rein fahren. Doch unterwegs sind wir an einem Footballstadion vorbeigefahren, wo zwei High School Mannschaften gegeneinander angetreten sind. Und das wollten wir uns eben nicht entgehen lassen. Natürlich gab es einen eindeutigen Heimsieg für die Jackson Preps mit 35:0.

1 Beitrag zu “Berliner treffen auf Berliner”

  1. Oh jaaa… Nashville! Ich habe es geliebt! Und Memphis, Baby! Die gute alte Beale street! Sun Records, Graceland! Love! Habt ganz viel Spaß, ihr zwei!

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